Ist CBD bereits in der Heilpraktik angekommen?
Alternativmedizinische Therapien sind gefragter denn je. Ob bei chronischen Schmerzen, Stimmungstiefs oder zur Gesundheitsvorsorge – natürliche Alternativen zu schulmedizinischen Ansätzen finden zur Steigerung des Wohlbefindens immer mehr Anwendung. In der Naturheilkunde ist längst auch der Wirkstoff Cannabidiol angekommen, kurz CBD. Hierbei handelt es sich um ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze, das bereits in klassischen Medikamenten eingesetzt wird. Als frei verkäufliches Hilfsmittel findet CBD wiederum in den verschiedensten Bereichen Anwendung, beispielsweise zur Rauchentwöhnung.
Alternativmedizinische Verfahren werden von der Hälfte der Deutschen genutzt
Schon 2017 hat die Hälfte aller Deutschen alternative Heilmethoden ausprobiert. Insbesondere bei Kopfschmerzen oder anhaltenden Rücken- und Nackenbeschwerden ist der Rat erfahrener Heilpraktiker gefragt. Obwohl die Anzahl an Rauchern in Deutschland rückläufig ist, versucht sich ein Großteil der Heilpraktiker-Besucher an der natürlichen Rauchentwöhnung. Hierbei könnte CBD behilflich sein: Studien deuten beispielsweise darauf hin, dass CBD vor allem Entzugserscheinungen bei der Entwöhnung lindern könnte. Hilfsmittel wie ein Vaporizer von Norddampf könnten dabei behilflich sein, alte Gewohnheiten leichter abzulegen. Vaporizer eignen sich nämlich zum sanften Erhitzen ätherischer Öle und Kräuter, wodurch wichtige Pflanzenwirkstoffe ganz ohne schädliche Verbrennung schonend freigesetzt werden.
Behandlung chronischer Schmerzen mit Cannabispräparaten
2022 hat das Bundesministerium für Arzneimittel und Medizinprodukte einen Abschlussbericht zur Begleiterhebung öffentlich gemacht, der sich um die bisherige Verschreibung und Anwendung von Cannabispräparaten dreht. Dieser verdeutlichte, dass rund drei Viertel aller Cannabismedikamente aufgrund chronischer Schmerzen angewendet wurden – und das von Medizinern mit zusätzlichem Schwerpunkt auf der speziellen Schmerztherapie. Das zeigt: Der Bedarf nach alternativen Therapieverfahren ist nach wie vor groß. Fast 40 Prozent der Deutschen setzen mehrmals jährlich auf Naturheilpraktiken. Cannabispräparate enthalten allerdings den bewusstseinsverändernden Wirkstoff THC, der im Alltag stark einschränken kann. Deshalb wird die Anwendung des CBDs als sicherer eingestuft.
CBD entspricht den körpereigenen Cannabinoiden und kann deshalb mit den Rezeptoren des menschlichen Endocannabinoidsystems interagieren. Dessen Rezeptoren sind im gesamten Körper verteilt und an etlichen Körperprozessen beteiligt. Dazu gehört sowohl die Verdauung, als auch die endogene Hemmung des Schmerzempfindens. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach großangelegten klinischen Studien zum Thema groß ist.
CBD entspricht dem ganzheitlichen Ansatz der Heilpraktik
Sowohl medizinisches Cannabis als auch Präparate mit reinem Cannabidiol haben dasselbe Ziel: Nämlich die Steigerung des Wohlbefindens. CBD zeigt sein Potenzial in verschiedenen Bereichen: etwa in der Schmerzlinderung, Beruhigung und Entzündungshemmung. Deshalb wird der Hanfwirkstoff in der Heilpraktik oft zur ganzheitlichen Unterstützung eingesetzt. Die Heilpraktik setzt sich intensiv mit dem Zusammenspiel von Körper und Geist auseinander. CBD konnte in den letzten Jahren sowohl bei körperlichen als auch bei psychischen Leiden Wirkung zeigen. Das macht Cannabidiol zu einer ganzheitlich nutzbaren Alternative zu bisherigen Wirkstoffen.
Damit steht fest: Der natürliche Ursprung des CBD und dessen gute Verträglichkeit machen den Hanfwirkstoff zu einem wichtigen Element vieler naturheilkundlicher Behandlungsansätze. Nicht nur wegen des hohen Potenzials in Bezug auf Epilepsie und andere Erkrankungen, sondern vor allem auch aufgrund der jahrhundertealten Verwebung der Hanfpflanze mit der Geschichte des Menschen. Auch bei höheren Dosierungen der Substanz ist mit geringen Begleiterscheinungen zu rechnen. Das macht ihn für viele Patienten gegenüber klassischen Schmerzmitteln und Medikamenten attraktiver.