Seminargestaltung

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Immer mehr Kolleginnen und Kollegen, die sich in freier Praxis niederlassen, erkennen, dass es sehr nützlich ist, wenigstens zwei Standbeine zu haben. Unter vielen Coaches, Beraterinnen, Supervisoren ist es längst üblich, das Angebot gezielt im eigenen Themenbereich auszudehnen. Und es macht auch Sinn, es bei einer Klientin oder einem Klienten nicht einfach bei einer (beruflichen) Beratung zu belassen, vielmehr das Gebotene durch unterstützende Maßnahmen zu festigen. Der Mensch steht nicht alleine. Er ist in ein soziales Netz eingebunden, das in Veränderungsprozesse mit einbezogen werden muss. Ganzheitlich statt separatistisch.

Seminare und Workshops sind hierbei sehr erfolgreiche Unterstützungsmaßnahmen, die auch reichlich genutzt werden. In vielen Fällen kommen die Klienten selbst mit dem Vorschlag, doch auch die "Kollegen"-Gruppe am Arbeitsplatz in die Denkanstöße und Prozesse mit einzubeziehen.

Zu gerne sagen dann viele "Ja", sehen sich im Anschluss jedoch mit einer Aufgabenstellung konfrontiert, die sie von dieser Seite – nämlich der des Seminartrainers oder der Seminartrainerin – noch nie wirklich erlebt haben. Dabei kommt allen zugute, dass sie die Teilnehmerseite durchaus schon vielfach durchlebten und davon auch profitieren können. Ein Grundwissen, das eine wirkliche Ressource darstellt.

Die Themen werden beherrscht, wie aber den Aufbau gestalten? Darum soll es gehen. Dabei verstehe ich den Beitrag weniger als 1:1-Rezept, vielmehr als Mut machende Anregung, sich positiv in die Materie und vertrauensvoll in das eigene Können einzuarbeiten.

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DIE VORARBEIT

Um welche Art von Seminar handelt es sich?

  • Was sind die Erwartungen, was Ihr Können?
  • Sind die TeilnehmerInnen (TN) bereit für Gruppenarbeit und offen für spielerisches Lernen? Oder müssen sie zunächst sanft an die Materien des Erwachsenenlernens herangeführt werden?

Das sind nur ein paar der Fragen, die Sie sich vorab stellen müssen. Lange bevor Sie sich mit Ausarbeitung eines Skripts beschäftigen. Lerninhalte und Lernziele gilt es zu bestimmen:

  • Was soll am Ende der Veranstaltung angekommen sein?
  • Was soll von den TN gekonnt werden?
  • Was soll gewusst werden?

Der Beschäftigung mit den Zielen sollte gerade zu Beginn einer Seminargestaltung ausreichend Zeit eingeräumt werden. Zielvereinbarungen mit den Auftraggebern, die nicht identisch sein müssen mit den TN, fließen in die Überlegungen ebenso ein, wie die Fragen, was denn als bekannt vorausgesetzt werden darf, was für den TN-Kreis zu einfach erscheint und was als "von nicht elementarer Bedeutung" (aber doch unter Umständen erwähnenswert) einzustufen ist.

Ziele und Zeit – ein bedeutungsvolles Paar, denn sie bilden die Eckpfeiler. Es ist schon etwas anderes, ob ich einen oder drei Tage für die Vermittlung von Inhalten habe. Entsprechend plane ich, entsprechend baue ich Lernprozesse in Form von Einzel-, und Gruppenarbeiten oder spielerischen Übungen ein. Spiele gehören zum Leben – mehr dazu später.

  • Wie viel Zeit bleibt mir für die Vermittlung?
  • Wann setze ich Pausen?
  • Wie halte ich auch zeitlich den Spannungsbogen?

Haben Sie sich hinlänglich mit den TN beschäftigt, die Erwartungen aufgenommen und die thematisch-fachlichen Voraussetzungen geschaffen, dann können Sie sich entspannt dem eigentlichen Seminarkonzept widmen.

Konzipieren sie das Seminar komplett durch. Schreiben Sie alles auf: Mit Pausen, mit Übungsblöcken, mit Zeichnungen und allem, was wichtig ist. Übertragen Sie im Anschluss dieses Skript auf Moderationskarten. Die Übertragung hilft beim Einprägen der Inhalte und des Ablaufes und die Karten sind einfach handlicher.

Das Wohlfühlklima der TN im Raum ist für den Ablauf ebenfalls nicht unerheblich. Machen Sie sich Gedanken über Raum und Rahmenbedingungen. Werden während des Seminars Getränke angeboten? Was darf, was nicht im Raum sein – z.B. Handy? Wie ist die Sitzplatzanordnung? Ist der Raum leicht zugänglich und doch ruhig? Wollen Sie ab und an mit den TN für Übungen nach draußen? Ist das leicht möglich?

Das Gerüst, das Sie Ihrem Seminar im Anschluss an all diese Vorüberlegungen geben, besteht aus vier Blöcken. Einfach und doch wirkungsvoll.

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Jede dieser Phasen hat ihre ganz eigene Bedeutung. Unterschätzen Sie keine davon, geben Sie jeder den angemessenen Raum. Der wiederum richtet sich nach Ziel, Zeit und TN-Kreis.

Ruth Cohn, Begründerin der Themenzentrierten Interaktion (TZI), sagte: Sich am Anfang mehr Zeit zu lassen, bedeutet später schneller voranzukommen.

Dieser Satz könnte Leitmotto für den Einstieg sein. Dabei haben viele Seminarleitungen noch immer Angst vor dem Selbstvertrauen der TN und deren Bereitschaft, auch einmal bewusst andere Wege gehen zu wollen.

Folglich gibt es zwei Einstiegsvarianten:

  • die mehr traditionell ausgerichtete
  • die mehr kreativ-spielerische

Für welche Sie sich entscheiden: es muss letztlich Ihr Stil sein, Sie müssen sich auch damit identifizieren können. Authentizität ist das passende Schlagwort.

Traditionell bedeutet:

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  • positiv zur eigenen Person und dem Thema
  • kurz
  • ersten Blickkontakt zu allen TN herstellen – ohne zu fixieren
  • nicht übertrieben in der Selbstdarstellung
  • allgemeine Vorstellrunde der TN

Kreativ-spielerisch hingegen braucht wesentlich mehr Zeit. Keineswegs vergeudete Zeit, wie viele meinen. Für den schnelleren Lernprozess und die bessere Gruppenentwicklung sehr gewinnbringend investiertes Gut:

  • Präsentieren Sie sich nicht übertrieben, lassen Sie aber durchblicken, dass auch Sie ein Mensch mit Schwächen und Stärken sind. Schreiben Sie dazu beispielsweise bedeutende Zahlen Ihrer Biografie auf einen Flipchartbogen und lassen Sie die TN erraten, welche Bedeutung den Zahlen zukommt.
  • Fordern Sie die TN auf, sich nach Namen in eine ABC-Reihe zu stellen.
  • Geben Sie Raum für ein Partnerinterview.
  • Bringen Sie die TN in Bewegung. Bewegung lockert die Verkrampfungen und nimmt dem Seminar den tragenden Ernst, betont das Vergnügen daran, Neues zu erfahren.

Es gilt, den richtigen Mittelweg bereits im Vorfeld auszuloten. Halten Sie beispielsweise ein eintägiges Seminar mit relativ großer TN-Zahl, dann sollte eine kurze Vorstellungsrunde ausreichend sein. Ist das Thema zudem noch eher rein fachlich ausgerichtet, ohne wesentliche Bezugspunkte zur eigenen Persönlichkeit, dann dient die Vorstellungsrunde ohnehin weniger dem Seminar, als vielmehr der – durchaus wichtigen – Vernetzung der TN (= tarditionell). Mehrtägige Seminare mit Bezug zur eigenen Person und mit der Anforderung an das "Sich-selbst-Einbringen" sollten mit einer deutlich ausgeprägteren Vorstellungsrunde beginnen. Das schafft Vertrauen und hilft, starre, unangebrachte Förmlichkeiten aufzubrechen (= kreativ-spielerisch).

2008-02-Seminar6Ist die Vorstellungsrunde abgeschlossen, präsentieren Sie verständlich und möglichst schriftlich (auf einer vorbereiteten Flipchart) die Seminarziele. Benutzen Sie nach Möglichkeit Schlagworte und vermeiden Sie Sätze. Vermitteln Sie den TN, was sie wissen werden, nicht was vielleicht sein könnte. Formulieren Sie die Ziele nicht spekulativ, sondern als erreichten Wissenstand.

Versuchen Sie, die Ziele mit Hilfe von kleinen Zeichnungen visuell transparent zu gestalten. Der Mensch ist ein Bilderwesen. Nutzen Sie dies und unterstützen Sie Ihr Ziel durch ein Bild, das auch auf Ihr Ziel hindeutet.

Ist beispielsweise eines Ihrer Ziele, im Team ein gleichrangiges Miteinander ohne Vorgesetzten zu erzeugen, dann hilft es, neben dem Wort Miteinander einen Kreis von Menschen zu malen, die Hand in Hand arbeiten. Das beugt dem Bild einzelner vor, die unter Miteinander vielleicht eher eine Reihe von Menschen sehen, die mehr oder weniger vereint, einem "Chef" hinterherzulaufen.

Für die sich anschließende Abfrage der TN nach ihren Vorstellungen und Erwartungen gilt wieder das Anpassungsprinzip an den zeitlichen Rahmen und den Inhalt des Seminars. Je länger, je intensiver. Die TN-Abfrage macht Mut und bietet allen die Chance, Besonderheiten anzusprechen. Hören sie genau hin, denn hier können Sie eine erste Stimmung in der TN-Gruppe heraushören. Besteht Interesse oder ist die Teilnahme nur Pflicht?

Methodisch stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung:

  • per Zuruf nach Aufforderung
  • Kartenabfrage jedes TN
  • offene Diskussion
  • Partnerinterview

Verschiedene Methoden finden Sie im Internet oder in einem der genannten "Übungsbücher" im Anhang.

Ihre Ziele sind bekannt und auf Papier festgehalten – daneben finden sich nun (entweder in Form von Moderationskarten oder einer "Stichwortchart") die Vorstellungen und Erwartungen der TN. Begehen Sie jetzt nicht den Fehler, es dabei zu belassen und in Ihrem Konzept weiterzufahren.

Würdigen Sie die Eingaben der TN und stellen Sie eine gemeinsame Festlegung der Ziele her. Versuchen Sie einen Abgleich. Und wenn sich über ihre Ziele hinaus Wünsche darstellen, dann nehmen Sie diese auf und gehen Sie auch darauf ein. Vielleicht bedeutet das etwas "Nachtarbeit". Die aber lohnt sich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es etwas Ungünstigeres gibt, als Bedürfnisse abzufragen (zu wecken) und diese dann nicht zu befriedigen. Gleiches gilt übrigens auch für Fragen der TN.

Es ist legitim, dass Sie die Antworten auf Fragen zurückstellen, weil der Kontext nicht günstig erscheint oder Sie die Antwort, bzw. das Thema zu einem späteren Zeitpunkt ohnehin vorgesehen haben. Teilen Sie mit, dass Sie nun auf die Frage eingehen, die zuvor angesprochen worden ist. Es ist unbefriedigend und demotivierend für die TN wenn sie spüren, dass sie zwar abgefragt, nicht aber gewürdigt werden. Leider ein Fehler, der allzu gerne gemacht wird.

Am Ende der Abfragerunde sollte entweder Ihr Zielpapier um ein paar Ergänzungen reicher sein (im besten Fall auch nicht) oder es gibt ein neues Papier, das einen Kompromiss zwischen den von Ihnen bereits vorbereiteten Punkten und den aktuellen Wünschen der TN darstellt (was – zu ihrer Beruhigung – nicht häufig geschieht). Das gemeinsame Programm bleibt gut sichtbar an einer Wand hängen. Nehmen Sie immer wieder Bezug darauf in Ihren einzelnen Blöcken. Erläutern Sie, in welchem Themenkomplex sich alle gerade befinden.

Ein weiterer Punkt, der zum Einstieg gehört, ist die Vorstellung der Seminarregeln und der Methoden. Auch die können Sie als Flipchart kreativ vorbereiten.

Die allgemeinen Seminarregeln sind ziemlich einfach und bedürfen doch der Abstimmung und Mitteilung, denn sie dürfen nicht als selbstverständlich vorausgesetzt werden:

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  • Beginn und Ende des Arbeitstages
  • Pausenzeiten: Achten Sie unbedingt auf ausreichende Pausen – auch wenn es keine Raucher gibt – damit alle pünktlich, ohne Zeitdruck, zurück sein können.
    Allgemeine Empfehlung: 15 Minuten.
  • Handynutzung (bitte abschalten)
  • Rauchen (besser: nein)
  • Getränke (falls vorhanden)
Die spezifischen Seminarregeln (Methoden) betreffen dagegen mehr die Zusammenarbeit und liegen ganz alleine in Ihrer Zuständigkeit.
Zum Beispiel:
  • Vortrag
  • Input
  • Übungen
  • Wie soll die Mitarbeit erfolgen? (Aufforderung zur aktiven Rolle)
  • Störungen haben Vorrang
  • Talking by walking (Bedeutet, dass auch in Kleingruppen eigenständig gearbeitet wird)
  • Gruppenarbeit: BeobachterIn, ZeitnehmerIn, Protokoll

Zum Abschluss der Regelvorstellung können Sie noch gezielt auf die Seminarunterlagen eingehen und ihren Aufbau und die Handhabung erläutern. Wie lange das dauert? Es hängt von Ihnen und ein wenig auch von dem Seminarthema ab. In der Regel sollten Sie aber maximal 90 Minuten ansetzen.

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  • Die TN sitzen (im Stuhlkreis?) an ihren Plätzen,
  • alle Regeln sind erklärt,
  • Methoden bekannt,
  • Zeiten abgeklärt,
  • Themen und Ziele aufeinander abgestimmt,
  • klärende Fragen beantwortet und
  • alle kennen sich inzwischen ein wenig.

Ob Sie die Reihenfolge genau so einhalten, bleibt Ihnen überlassen. Sinn macht es, doch es soll sich keine/keiner verbiegen.

Das Seminar kann beginnen!
"Ist ja auch höchste Zeit" - sagen die einen. "Hat Spaß gemacht" – die anderen. So oder so: Die Zeit wurde sinnvoll genutzt.

Die eigentliche Seminarplanung legen Sie sinnvoll in Themen- und/oder Lernzieleinheiten an. Welches Lernziel streben Sie an? Was soll den TN vermittelt werden!

Jede Lerneinheit sollte zeitlich zwischen 45 und 90 Minuten liegen. Das hängt ganz davon ab, ob es sich primär um einen "Vortrag" handelt (dann kürzer) oder um einen fordernden Austausch mit den TN. Hier können 90 Minuten angesetzt werden, da die Zeit mit belebender Aktion angereichert ist. Überschätzen Sie bitte nicht die Leistung unseres Hirns. In aller Regel schaltet es nach 90 Minuten ab, lenkt sich ab oder sucht Ruhe. Strapazieren Sie daher nicht die TN durch unnötig lange Seminarblöcke. Das ist der Motivation nicht dienlich.

Die TN müssen auch die Chance haben, das Gehörte und Erlebte wirken zu lassen, zu ankern und für sich – oder in einem Gespräch mit anderen TN – aufzubereiten. Starten Sie daher die nächste Einheit mit einem Blick in die Runde. Hören Sie den Pausengesprächen zu und bieten Sie sich für Erklärungen an. In dicht gepackten Seminaren (und der Trend geht eindeutig zu 1- bis 2-Tage- Seminaren, was noch vor kurzem in wenigstens 3-Tage-Seminaren behandelt wurde) ist es nicht mehr unbedingt üblich, dass in der Folgeeinheit nachgefragt wird, ob es noch Unklarheiten gibt. Eine bedauerliche Entwicklung. Gerade in Seminaren rund um das Selbstmanagement zudem ein fatales Zeichen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Streichen Sie lieber eine Einheit, deren Inhalt die sich TN vielleicht auch auf anderem Wege aneignen können (Internet, Literatur, Test).

Glauben Sie bitte nicht, dass die TN alle Inhalte 1:1 mitnehmen. In der Regel greifen sich die TN die für sie wichtigsten Punkte (das sind 3 bis 4 Inhalte) heraus und nehmen sie mit, vertiefen sie vielleicht auch. Mehr sollten und dürfen Sie nicht erwarten.

Setzen Sie die Pause im Anschluss an eine Einheit, wie schon erwähnt, ausreichend lange. 15 Minuten genügen, schnell einmal zu Hause anzurufen, etwas zu trinken, sich zu "bequatschen", auf Toilette zu gehen oder eben für eine Zigarette (inklusiv der Minuten nach draußen und wieder zurück).

Die Einheiten selbst unterteilen Sie sinnvoll in 5/6 Schritte:

1. MOTIVATION

Gelingt es, die TN sofort für das jeweilige Thema nicht nur zu interessieren, sondern zu begeistern, dann erreichen Sie den höchsten Lernerfolg. Dazu ist es wichtig:

  • an die zuvor geäußerten Wünsche der TN anzuknüpfen
  • einen aktuellen Bezug der Einheit zum Tagesgeschehen oder der TN-Situation herzustellen. (Hier hilft es nicht selten, bei Inhouse-Schulungen das Umfeld der TN aufmerksam zu studieren. An Schwarzen Brettern und in Foyers finden sich viele aktuelle Hinweise auf Themen der TN.) und/oder
  • das Thema mit einem konkreten Bezug zu selbst Erlebtem und Erfahrenem zu bringen.
Stellen Sie daher an den Anfang einer Lern- Einheit: 2008-02-Seminar9
  • einen Fall
  • ein kleines Experiment, wie Sie es in zahlreichen Trainertools finden können. Zum Beispiel eine Täuschung:
  • oder eine Zeichnung, ein Bild, ein Comic. Warum nicht einmal außergewöhnliche Schritte wagen. Den Alltag erleben Ihre TN oft genug zuhause.

Verblüffen Sie ruhig einmal, schockieren Sie am Anfang. Das können Sie nicht in jedem Block wiederholen, aber grundsätzlich ist es ein legitimes Mittel. Vermeiden Sie dabei Beleidigungen, Verletzungen und Bloßstellungen einzelner (TN). Zeigen Sie Widersprüche auf, provozieren Sie mit überraschenden Tatsachen, legen Sie ein ungewöhnliches Verhalten an den Tag.

2. ORIENTIERUNG

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Dieser Schritt darf ruhig sehr knapp ausfallen. Motivierend kann es schon sein, einen Blick ("das Ziel vor Augen") auf das Ergebnis, das mit der Einheit erzielt werden soll, zu liefern. "In 90 Minuten werden Sie sich im Umgang mit schwierigen Zeitgenossen wohler fühlen, denn Sie lernen, Abwehrmechanismen einzusetzen. Und das Ganze können Sie 1:1 unmittelbar in Ihren Alltag transferieren."

Was Sie aber in der Orientierungsphase auch machen können (oder in Kombination): Inhalte darstellen und methodisches Vorgehen schildern. In welchem Zusammenhang steht diese Einheit zum Gesamtseminar?

3. VERMITTLUNG

In jeder Einheit können Sie sich grundsätzlich neu entscheiden, wie Sie den Lernstoff vermitteln wollen. Die Grundmethoden sind Vortrag und Gespräch.

Auf diesen beiden Typen basisiert alles. Auch das bewegungsreichste Kreativ-Seminar ist letztlich auf einer starken (non-)verbalen Kommunikation aufgebaut. Das Miteinander, der Austausch, die Wechselwirkung emotionaler Ent-Spannungen – eben die "Communio" sind hier tragende Elemente. Für welche Form Sie sich entscheiden, das ist abhängig von Ihrem Zugang zum Thema.

Generell sollten Sie aber die Variante reiner Vortrag sehr beschränkt einsetzen, z.B. als Zwischenpunkt oder um einen rein fachlichen/ sachlichen Aspekt entsprechend zu würdigen. Ein Seminarvortrag darf aber nicht zur Rede werden. Das ist ein anderes Stilelement.

So kann in einem Seminar zum Thema Mobbing eine Einheit eingeschoben werden, die sich der rechtlichen Würdigung annimmt. Diese könnte in Form eines Kurzvortrages erfolgen, der dann aber auf keinen Fall 60 Minuten überschreiten darf (Maximum!).

Im Vortrag sind Sie zunächst aktiv. Die anderen sind zu relativer Passivität verpflichtet, wenn sie auch aktiv zuhören und wenn sie nicht von Ihnen miteinbezogen werden. Unterbrechen Sie Ihren Vortrag nach einer kurzen Einführung und laden Sie zur Nachfrage ein. Aktives Zuhören lebt bekanntlich davon. Unruhige Zuhörerinnen und Zuhörer, die ihre Frage nicht loswerden können, sind ein Störpotenzial, das nicht zu unterschätzen ist. Vielleicht können Sie ja den gesamten Vortrag durch eine Gesprächsrunde auflockern. Das wäre optimal.

Wählen Sie auch hier auf alle Fälle einen motivierenden Einstieg und drücken Sie sich verständlich aus. Vermeiden Sie Fremdwörter. Schildern Sie Ihr Thema lieber sehr bildhaft, anschaulich und praxisnah. Wählen Sie eine klare, einfache Gliederung und beziehen Sie die TN nonverbal ein. Halten Sie unbedingt den Blickkontakt. Der ist bei einem Vortrag das wichtigste Instrument, die Zuhörerinnen und Zuhörer emotional zu fassen. Ach ja: Legen Sie in Ihre Stimme Klang. Geben Sie Ihr Lautstärke, Höhen und Tiefen.

Ein Vortrag als Statement oder Input kann zu Beginn einer Gesprächsrunde stehen. Das Gespräch leiten Sie durch offene, öffnende Fragen ein.

Ein Wort zu den technischen Hilfsmitteln. Den großen Moderationskoffer müssen Sie nicht besitzen. Hilfreich sind aber einige Utensilien daraus: ausreichend Marker und Stifte, Klebestreifen, Punkte zum Markieren, verschiedenfarbige Moderationskarten in ausreichender Zahl, Wachsblöcke (fürs Bunte) und eine Schere. Ebenso Packpapier und genügend Flipchart-Bögen. Alles weitere kommt allmählich hinzu. Oftmals sind Moderationskoffer auch Bestandteil von Seminarräumen.

Was Sie an Übungsmaterialien benötigen, das steht in den jeweiligen Anleitungen. Auch hier gilt: Machen Sie zunächst Ihre Erfahrungen. Kaufen Sie nicht sofort fertige Spiele, die oftmals sehr teuer sind. Überlegen Sie sich preiswertere Alternativen. Ladenübliche Gummibänder sind mindestens genauso gut, wie "professionelle" Trainerbänder – die sich in nichts unterscheiden, außer im Preis.

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Flipchart oder PowerPoint? Nicht ganz einfach. Derzeit werden viele Seminare mit PowerPoint präsentiert, auch um aktuelles Know-how zu demonstrieren. Dabei wird das Medium leider reichlich überstrapaziert. Statt Schlagwörter im Hintergrund oder einzelne Thesen, die dann erläutert und erarbeitet werden sollen – also lediglich der Visualisierung dienen - werden die zu vermittelnden Inhalte als Skript an die Wand geworfen. Das permanente Mitlesen lenkt die TN jedoch einfach nur ab.

PowerPoint ist in großen Räumen sehr sinnvoll. Seminare finden aber eher in kleineren Formationen statt. Hier also Vorsicht walten lassen.

Wenn Sie sich für PowerPoint entscheiden, dann verhalten Sie sich in der Folienflut eher zaghaft zurückhaltend gemäß dem Motto: Weniger ist manchmal mehr. Versichern Sie sich bitte rechtzeitig vorab, dass die Technik funktioniert, der Beamer richtig eingestellt ist, die Folien nicht gedreht werden müssen und alle Hilfsmittel ebenfalls funktionsbereit sind. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für den Einsatz von Overheadfolien.

Für Seminare sinnvoller und inzwischen von Profis wieder bevorzugt sind Flipcharts. Sie lassen sich individuell gestalten, geben Ihrem Profil Ausdruck und können während des Seminars "dauerhaft" präsentiert werden, indem sie mit wenigen Nadeln an eine (Stell-)Wand gepinnt oder mit Krepp geklebt werden.

Flipcharts können Sie vorbereiten und – zusammen mit den TN – individuell erarbeiten/ beschreiben. Am Ende eines Seminars können Sie Fotos machen und versenden. Das geht natürlich auch bei Beamer–Folien. Die Flipcharts haben aber einen höheren Wiedererkennungswert und sind persönlicher.

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Tische oder Stuhlkreis? Ebenfalls ein Frage, die Sie vorab mit sich selbst ausmachen müssen.

  • Wie schätzen Sie die TN ein?
  • Trauen Sie ihnen einen offenen Kreis zu?
  • Muss evtl. viel mitgeschrieben werden?

Alles Faktoren, die es gilt zu berücksichtigen.

Generell empfiehlt es sich, Seminare offen zu gestalten. Vielleicht kann ja ein Schreibbrett dienlich sein. Oder ein Tisch, der seitlich steht, um sich – wenn die Sitze keine Armlehnen haben – einmal abzustützen. Tische sind starre Fronten, sie lassen – als geschlossener Block aufgereiht – Kommunikation und Interaktion nur erschwert zu.

Achten Sie auf ein individuelles Wohlfühlklima der Gruppe und der einzelnen TN. Fragen Sie danach in der Eröffnung. Dann bleibt ausreichend Zeit, in der ersten Pause, Wünsche zu erfüllen.

Neben ausreichender Beleuchtung, einem guten Sitzplatz und guten Sehbedingungen (gerade beim Einsatz von Medien) ist eine funktionierende Belüftung des Seminarraumes einfach wichtig. Hat der Raum zudem Fenster oder gar Terrassentüren mit Blick auf Grün – umso besser.

4. ÜBUNGEN

Das Anliegen eines Seminars ist die Wissensvermittlung. TN sollen lernen können. Lernprozesse finden am ehesten statt, wenn die inhaltliche Vermittlung mit aktiven Übungen und praktischen, fallbezogenen Inputs verknüpft ist. Idealerweise bedeutet dies: Die Block-Einheit wird nochmals von Ihnen vorab in Teilziele zerlegt. Nach einer kurzen Einführung in ein Teilziel erfolgt ein Übungsteil, dem sich eine Diskussion anschließt.

Für welche Hauptmethode Sie sich entscheiden, das ist anhängig von dem zuvor bestimmten Lernziel.2008-02-Seminar13

  • Soll jeder/jede TN am Ende über ein eigenes Ergebnis verfügen, individuell ausgestaltet?
  • Das erlernte Verhalten soll mit den TN auch eingeübt werden?
  • Ist die Zeit begrenzt? Stehen nur wenige Stunden zur Verfügung oder Tage?

Beantworten Sie die erste Antwort mit Ja, dann ist die richtige Übungsmethode die Einzelarbeit. Dabei muss die Übung genau dem Lehrstoff angepasst und der berufliche Praxisbezug muss vorhanden sein. Sie muss ansprechend und lösbar gestaltet sein, soll motivieren und am Ende sowohl ausgewertet als auch im Plenum präsentiert werden.


Liegt der Schwerpunkt auf der Antwort von Frage 2, dann arbeiten Sie sinnvollerweise mit Rollenspielen. Achten Sie dabei darauf, zunächst eine thematische Einführung zu liefern, die Rollen ausgewogen zu verteilen, Beobachter festzulegen (statt Video) und im Anschluss sowohl eine Analyse des Spiels vorzunehmen als auch Zeit für eine Diskussion zu lassen. Rollenspiele können auch sehr kurzweilig und klein ausfallen, z.B. als 2er- Gesprächsgruppe in einer Pantomime. Am Ende eines Rollenspiels steht der Dank an die Akteure, deren Entlassung aus der Rolle.

Haben Sie für sich Frage 3 mit Ja beantwortet, dann ist Partnerarbeit der TN gefordert. Nutzen Sie die Formen Partner oder Gruppe. Auch hier gelten die Rahmenbedingungen wie in der Einzelarbeit.

Die am häufigsten gewählte, lernfördernde Methode (und sicherlich auch die beste in Seminaren – nach meinem subjektiven Empfinden) ist die Gruppenarbeit. Sie verlangt zwar nach Vorbereitung und viel Zeit, ist aber in ihrer Wirkung und Erlebnisempfindung schwer zu toppen. Hier werden "nebenbei" auch Kreativität und Teamarbeit gefördert.

2008-02-Seminar14Sammeln Sie vorab alle notwendigen Utensilien und Materialien, die Sie zur Erarbeitung des von Ihnen gedachten Ziels den TN an die Hand geben. Formulieren Sie auch dementsprechend die Gruppenaufgabe. Im Seminar selbst teilen Sie dann die Aufgabe mit, bestimmen ein Zeitfenster und Räumlichkeiten und geben die Materialien aus. Hilfreich ist es, wenn Sie die Aufgabe zuvor visuell auf einer Flipchart dargestellt haben.

Die jeweilige Gruppe bestimmt dann zunächst, wer das Ergebnis im Plenum darstellt (Pressesprecher), die Zeit im Auge behält, Protokoll führt und moderiert. Im nächsten Schritt sollte dann intern die Vorgehensweise festgelegt werden. Während der Arbeit können Sie die einzelnen Gruppen "von außen" begleiten. Zum festgelegten Zeitpunkt kommen dann alle zusammen und präsentieren das Ergebnis. Dabei sollte gruppenweise vorgegangen werden, d. h., eine Diskussion aller im Plenum erfolgt erst dann, wenn jede Gruppe ihr Ergebnis vorgetragen hat – auch wenn es zu Überschneidungen kommt.

Fazit: Das Lernergebnis hängt wesentlich von Ihrer Vorbereitung und Ihrer Methodenentscheidung ab. In längeren Seminaren – über mehrere Tage – können Sie alle Stilelement kombinieren und weitere mit aufnehmen, z.B. reine Gruppendiskussion, Aufstellungsarbeit und "Theater". In Kurzseminaren müssen Sie sich minimalistisch auf das Wesentliche beschränken und entsprechend eine Methode (höchstens zwei) bevorzugen, die dann auch wiederum straff durchgeführt wird.

Was Sie nie versäumen sollten, das sind Pausenzeiten geben und einhalten. Über die Bedeutung von Spielen nach Pausen, gerade der in der Mittagszeit, gibt es viele Meinungen. Entscheiden Sie individuell. Nicht selten kommt es den TN anfänglich kindisch vor, nach der Mittagspause ein reines Lockerungsspiel oder eine Lockerungsübung zu machen. Im Feedback wird das dann gerade als hilfreich und gut bewertet.

5. WIEDERHOLUNG

Am Ende einer Einheit sollte eine zusammenfassende Wiederholung stehen. Sie bezieht sich auf das Vorherige, daher dürfen hier keine neuen Inhalte entrollt werden. Fassen Sie die wesentlichen Elemente prägnant und übersichtlich zusammen. Visualisieren Sie diese nach Möglichkeit. Stellen Sie einen Praxistransfer her. Fragen Sie bei den TN nach, ob es noch Unklarheiten gibt.

Es kann sein, dass ein TN eine weiterführende Frage hat, die schon die nächste Einheit betrifft. Machen Sie in einem solchen Fall deutlich, dass die Antwort kommen wird. Teilen Sie mit, warum Sie die Antwort nicht jetzt geben wollen. Wenn Sie dann im Lernstoff bei der Frage angelangt sind, geben Sie dem TN einen entsprechenden Hinweis.

Wie bereits anfänglich erwähnt: Vertrösten Sie nie auf Kommendes und geben dann keine oder eine versteckte Lösung. Das führt zu Frustration und Demotivation. Beides ist nicht dienlich für den Lernprozess und die Seminaratmosphäre.

6. KONTROLLE

Um welche Art von Seminar handelt es sich? Ist Kontrolle überhaupt notwendig? In der Regel wird eine solche nur benötigt, wenn Sie Noten vergeben, der Lernstoff eventuell für Prüfungen relevant ist oder die TN ihren eigenen Wissenstand prüfen wollen. Kontrolle im weiteren Sinn kann auch Ihnen nützlich sein, stellen Sie Ihr Seminar als solches auf den Prüfstand (Evaluation).

  • Ein normaler Fragekatalog,
  • Zuordnungsfragen,
  • Ergänzungs – und/oder Lückentexte,
  • Multiple-Choice-Fragen,
  • freie Abfrage/Frage,
  • Aufgaben

sind passende Stilmittel, wenn Sie eine formale Kontrolle suchen.

SEMINARSCHLUSS
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Gibt es noch etwas, was Ihnen auf dem Herzen liegt? Wollen Sie noch ein paar Anmerkungen, Bemerkungen, Ergänzungen loswerden oder Zusammenhänge transportieren?

Vor Beginn des letzen Einheit, dem Abschluss, ist der beste Zeitpunkt.

Am Ende des Seminars geben Sie bitte einen Rückblick auf die Seminarzeit. Was wurde vermittelt, in welchem Bezug steht es zu dem Thema, wie kann ein Transfer in die Arbeitswelt der TN erfolgen. Dazu ist es hilfreich, noch einmal die Anfangsabfrage der TN zu deren Wünschen und Vorstellungen heranzuziehen. Gestalten Sie die Zusammenfassung bewusst praxisbezogen.

Das Seminarecho können Sie mit Hilfe einer eigenen Kartenabfrage gestalten. Oder Sie schicken die TN auf eine Reise: "Was nehme ich mit?" oder Sie lassen ein Bild malen oder ankern die persönlich wichtigste Erkenntnis aus dem Seminar bei den TN oder … Auch hier gibt es zahlreiche Methoden und Ideen.


Übrigens: Nicht selten ist es hilfreich, wenn Thema und Inhalte des Seminars in einer Abschlussübung nochmals in großer Runde aufgegriffen werden. Beispielsweise kann am Ende eines Teamseminars eine gemeinsame Aktion stehen, in der es gezielt auf Teambildung ankommt und in der die TN die verschiedenen Phasen von Teambildung "im Kleinen" erleben. (Vielleicht auch erleben, dass sie noch nicht perfekt darin sind, wirklich vorbildhaft als Team zu agieren. Ein Anreiz, weiterzumachen und die Arbeit täglich zu reflektieren.)

Wurde zur Eröffnung eine ähnliche Übung vollzogen, dann können nun in der Abschlusskommentierung die Entwicklungen des Teams und der einzelnen TN aufgezeigt werden.

Gestalten Sie den Ausblick auf die nächste Zeit, die Anwendung des Gehörten, die Umsetzung von Seminarinhalten bewusst positiv. Erlauben Sie sich ein Schlusswort. Loben Sie.

Die Verabschiedung sollte nicht in einem einfachen Tschüss enden. Wählen Sie ruhig auch ein paar persönlichere Worte. Verabschieden Sie die Gruppe als Ganzes und geben Sie den TN ausreichend Zeit, sich zu verabschieden. Klappen Sie nicht einfach Ihre Karten zusammen und gehen. Seien Sie die/der Letzte, die den Seminarraum verlässt.

DREI PUNKTE FÜR SIE

In Seminaren ist eines der wichtigsten Stilmittel Ihre Stimme. Strapazieren Sie diese nicht zu sehr. Versuchen Sie alles zu meiden, dass Sie heiser klingen lässt.

Kommen Sie ausgeschlafen und mit einem persönlichen Wohlfühlfaktor in das Seminar. Machen Sie vielleicht vorab eine kleine Entspannungsübung.

Wählen Sie Ihre Kleidung dem Seminarinhalt, dem Seminarauftraggeber und den TN gerecht. Es muss nicht immer ein Kostüm oder ein Anzug sein. Auf keinen Fall darf die Kleidung zu leger oder zu förmlich gewählt werden. Sie sollte primär kundenorientiert sein und nicht Anlass zum Gesprächsstoff werden. Die beste Wahl ist, an deren Aussehen sich niemand mehr erinnern kann. Das Kostüm, der Anzug, die Jeans – Sie müssen sich darin auch wohlfühlen. Bitte berücksichtigen Sie dies.

ZUSAMMENFASSUNG 2008-02-Seminar16

  • Nehmen Sie sich Zeit für die Vorbereitung
  • Wer ist die TN-Gruppe?
  • Welche Erwartungen werden an Sie herangetragen?
  • Was soll, was kann noch dazu vermittelt werden?
  • Schreiben Sie sich selbst ein Skript.
    Fassen Sie dieses auf Moderationskarten zusammen.
  • Teilen Sie den Lernstoff in Einheiten.
  • Bestimmen Sie Ihr Zeitmanagement.
  • Sammeln Sie Materialien.
  • Fertigen Sie Flipcharts u. Ä. vorab – sofern dies möglich ist. Arbeiten Sie mit Farbe und Stichworten.
  • Legen Sie Sorgfalt auf die TN-Unterlagen.
  • Beginnen Sie mit einer Begrüßung, Vorstellung, Abfrage und Einstimmung.
  • Erklären Sie Ziel und Methoden.
  • Stellen Sie die Seminarregeln kurz dar.
  • Wählen Sie Ihre Methode für die jeweilige Einheit.
  • Kurze Einführung.
  • Übung – Gruppenarbeit – Einzelarbeit.
  • In wenigen Fällen reiner Vortrag.
  • Bringen Sie Lerninhalte und Erlebtes zusammen.
  • Schocken Sie ruhig einmal.
  • Sorgen Sie für ein motivierendes Lernklima.
  • Ermöglichen Sie einen Wissens- und Lerntransfer.
  • Am Ende des Seminars geben Sie einen Rückblick.
  • Erläutern Sie noch einmal Umsetzungsmöglichkeiten und geben Sie auch einen Ausblick.
  • Holen Sie sich Feedback und geben Sie Echo.
  • Verabschieden Sie die TN und lassen Sie Raum für persönliche Verabschiedungen der TN.
Literaturauswahl:
Bents, Richard; Blank, Reiner: Typisch Mensch. Einführung in die Typentheorie, Beltz Test Göttingen 2004
Birkenbihl, Vera: Freude durch Stress, Frankfurt, mvg Verlag 2004
Brandau, Hannes; Schüres, Wolfgang: Spiel und Übungsbuch zur Supervision, Otto Müller Verlagsg. Salzburg 1995
Dießner, Helmut: Gruppendynamische Übungen & Spiele, Junfermann, Paderborn 1997
Dürrschmit, Peter u.a.: Methodensammlung für Trainerinnen und Trainer, managerSeminare, Bonn 2007
Fischer, Michael; Graf, Pedro: Coaching. Ein Fernworkshop, Ziel – Zentrum für interdisziplinäres erfahrungsorientiertes Lernen GmbH, Augsburg 2000
Hüther, Gerald: Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2005
Migge, Björn: Handbuch Coaching und Beratung, Beltz Verlag 2005
Reichel, René/Rabenstein, Reinhold: kreativ beraten, Ökotopia Verlag, Münster 2001
Risto, Karl-Heinz: Konflikte lösen mit System, Junfermann, Paderborn 2003
Schulz von Thun, Friedemann: Klarkommen mit sich selbst und anderen, rororo, Reinbek/Hamburg 2004
Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander reden 2. s.o.
Schulz von Thun, Friedemann: Miteinander reden 1. Störungen und Klärungen, s. o.
Scott, Martin: Zeitgewinn durch Selbstmanagement. Schlankheitskur für Zeitfresser, Campus, Frankfurt 2001
Sturtz, Peter, Praxishandbuch leiten – führen – motivieren in der öffentlichen Verwaltung "Workshop Rhetorik, individuelle Redefähigkeit und sichere Selbstdarstellung trainieren". Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, Bonn, Berlin 2003.
Szepansky, Wolf-Peter: Souverän Seminare leiten, wbv, Bielefeld 2006.


Jörg Lukas Hanke
Jahrgang 1961, Studium der Philosophie und Theologie, Ausbildung zum Psychologischen Berater und Supervisor, Diverse Fort- und Weiterbildungen in systemischer Beratung, Coaching, Konflikt-, Reflexions- und Kompetenzarbeit, etc. Zunächst Mitarbeiter in Wirtschaftsverbänden, einer Unternehmensberatung (Krisenmanagement) und dem Deutschen Roten Kreuz, dann langjähriger Psychosozialleiter von diversen Einrichtungen des Landes Rheinland-Pfalz, seit 2003 Referent für Personalentwicklung im Ministerium des Innern und für Sport Mainz. Nebenberuflich Trainer, Coach und Supervisor. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V.
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