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Die Ahnungsblüte - Stärkung für sensible Dünnhäutigkeit

2012-01-Aspen1

Aspen (Zitterpappel)

Stellen Sie sich vor, Ihre Seele wäre mit einem Mantel, einer Haut, umhüllt, die so dünn wie Pergament ist, dass ein Windhauch sie zerreißen könnte … Dieser Zustand bewirkt für unsere Seele eine solch hohe Sensibilität und Empfindsamkeit, dass oft grundlos Gefühle von Angst und Gefahr entstehen.

So kann es sein, dass ein aspengeprägter Mensch ein Restaurant betritt, die Atmosphäre in einem Maß wahrnimmt, welches ihm Unbehagen und Furcht einflößt, so dass er, sich kurz umblickend, den Raum sofort wieder verlässt. Seine sehr lebhafte Phantasie kann diese Gefühle bis zur Panik und zu Alpträumen steigern.

Realität und Einbildung verschwimmen zur grenzenlosen Unkenntlichkeit. Kinder wollen nicht mehr alleine bleiben oder im Dunkeln schlafen, aus Angst vor Monstern und Ungeheuern. Gerade die Angst vor Dunkelheit, schlechten Energien und „geheimnisvollen“ Schwingungen ist oftmals sehr ausgeprägt und tritt sowohl alleine als auch unter Menschen auf.

Ein weiteres Merkmal ist die „Unkonkretheit“ und „Diffusität“, die geäußert wird, wenn nach dem Grund der Angst gefragt wird: „Ich weiß nicht wovor, aber es wird immer schlimmer.“ Diese Ahnungen können zur Qual werden und den ganzen Körper in Mitleidenschaft ziehen: Zittern (symbolisch: Zittern wie Espenlaub), Herzklopfen, Schweißausbrüche, Magenflattern, vegetative Labilität.

Auch die Ohnmacht, nichts dagegen tun zu können, erzeugt, trotz der Überzeugung, alles sei nur Einbildung, noch mehr Angst! Natürlich kann dies nicht so weitergehen … Also, wo liegen nun die Erklärung und der Schlüssel? Der, der diese Menschen hinausführt aus ihrem innerlichen Geisterwald von furchteinflößenden Vorahnungen und Ängsten hinein in eine bewusste Sensibilität, die sich abgrenzt von kollektiven Bewusstseinsinhalten und sich somit gestärkt und geschützt dem eigenen Seelenleben zuwenden kann.

Aspengeprägte Menschen reagieren sehr feinfühlig auf alles, was in ihrem sichtbaren, aber vor allen Dingen in ihrer unsichtbaren Umgebung passiert. So können sie zum Beispiel den Streit spüren, der bei den Nachbarn in der Luft liegt, bevor er ausbricht. Oder den psychischen Zustand einer Freundin, die Beziehungsprobleme hat, dies scheint ungefiltert in sie einzudringen … Aber ebenso die Traurigkeit eines Hauses, das sie betreten, die sich später erklären lässt mit den dort herrschenden Energien, die durch den Selbstmord des Hausbesitzers entstanden waren.

Jetzt können Sie sich vielleicht vorstellen, was passiert, wenn diese feinstofflichen Einflüsse und Impulsquellen nicht eingeordnet und erklärt werden können: die zuvor intuitive Sensitivität und starke Empfindsamkeit schlägt um und steigert sich in eine ebenso mächtige Überempfindlichkeit für alle Sinneswahrnehmungen.

Genauso entsteht die vage, nicht benennbare Aspenangst, die zudem sehr viel Kraft verbraucht. Der Grund hierfür ist, dass „die Abgrenzung des individuellen physischen Reaktionsbewusstseins gegenüber der kollektiven Bewusstseinsebene nur sehr, sehr fein ausgeprägt ist“ (aus Mechthild Scheffer, Die Original Bachblütentherapie).

Und es ist genau diese feine Grenze, diese Pergamenthaut, die sehr schnell reißt und den Menschen dann mit diesen kollektiven Bewusstseinsinhalten wie eine Sturmflut überrollt.

Doch wenn es uns gelingt – und hierfür ist die Aspenessenz angelegt – diese Grenze mit einer Haut zu verdicken und zu verdichten, so kann eine besondere, bewusste Sensibilität entstehen. In deren Schutz kann nun die intuitive Phantasie in die angstfreie Deutung von Träumen und Ahnungen einfließen.

Der Lebensmut nimmt zu, ebenso die Sicherheit im Umgang mit psychischem Material, das aus unserem Unterbewusstsein aufsteigt. So werden auch körperliche Beschwerden wie z. B. Wetterfühligkeit, Herzschwäche oder hormonelle Störungen gebessert.

Je tiefer der Mensch nun bereit ist, in das Geheimnis seiner Seele zu blicken, umso stärker kann sein Vertrauen in das Schicksal seines Lebens werden. Ohne Angst und mit viel Optimismus im Gepäck ist er in der Lage, das Wissen zu finden, dass uns alle beschützt! Das Bewusstsein, das es etwas Größeres gibt, eine göttliche Ordnung, in der wir alle geborgen und geliebt sind.

Sybille Krause Sybille Krause
Jahrgang 1965. Pharmazeutisch-technische Assistentin, Bachblütentherapeutin IK, auf dem Weg zur Psychologischen Beraterin. Seit über 25 Jahren hauptberuflich in einer Apotheke tätig, nebenberuflich Einzelberatungen und Vorträge.
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