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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

laut COPSY-Studie (UKE-Hamburg 2024) weisen in Deutschland 23% der Kinder und Jugendlichen psychische Auffälligkeiten auf. Diese Zahl unterstreicht die Dringlichkeit des Problems für den Einzelnen, die Familie sowie die Gesellschaft. Die Betroffenen leiden vor allem an Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, ADHS, Reaktionen auf Extrembelastungen und Anpassungsstörungen. Die psychosozialen Auswirkungen der Corona-Lockdowns wirken sich bei vielen Kindern und Jugendlichen immer noch aus. Und die allgegenwärtigen Bedrohungen durch Klimaveränderungen und Kriegsnachrichten aus der ganzen Welt rauben unseren Kindern das Grundgefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Dazu kommen individuelle Faktoren und familiäre Krisen, die viele überfordern. Durch Sensibilisierung und Schulung von Erziehenden, Eltern und Ausbildungsbegleitenden können psychische Auffälligkeiten frühzeitig erkannt werden. Unsere Kinder sind unser Schatz, wir müssen dafür sorgen, dass sie gesund heranwachsen können. In dieser Ausgabe erfahren Sie einen neuen, spannenden Lösungsansatz bei Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen.

Auch das Thema Hochsensibilität trifft auf viele Kids zu. Schätzungen zufolge sind insgesamt 15 bis 30% der Deutschen hochsensibel. Bestimmte Vernetzungen im Gehirn sorgen dafür, dass besonders viele Reize gleichzeitig aufgenommen und die eingehenden Informationen übergründlich verarbeitet werden. Hochsensible leiden u.a. darunter, dass sie nicht so belastbar und leicht überfordert sind, mehr Erholungspausen benötigen, viel grübeln und länger brauchen als andere, um ein Thema zu durchdenken. Doch dieses Anderssein sollte als Talent gesehen werden: Hochsensible haben eine ausgeprägte Intuition, sind sehr strukturiert und sorgfältig, überaus kreativ und empathisch. Sie sind sehr fürsorgliche und liebevolle Mitmenschen. Hochsensibel zu sein ist Bereicherung und Herausforderung zugleich. Auch dieses Thema wird im Magazin detailliert behandelt, mit wichtigen Erkenntnissen der aktuellen Forschung. Weitere Inhalte sind Naturcoaching, Gesprächstherapie und therapeutisches Schreiben, Tinnitus, Der Weg aus dem Chaos, Therapiebegleithunde in der psychologischen Praxis, Manuelle Verfahren, Kulturelle Vielfalt in der Psychotherapie u.v.m.

Nicht unbemerkt blieb erwartungsgemäß der Relaunch der Freien Psychotherapie zum Jahresstart. Uns erreichten zahlreiche positive Anrufe, E-Mails und Briefe unserer Stammleserschaft, was uns sehr freut. Auch der Handel zeigt sich begeistert und orderte für die 02.2025 die doppelte Menge. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und danken dem ganzen Team, allen Autorinnen und Autoren sowie Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für Ihr großes Engagement und Ihre Verbundenheit mit der Freien Psychotherapie!

Ihr Dr. paed. Werner Weishaupt

Präsident des Verbandes Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e.V., Autor und Dozent

GENDER-HINWEIS Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Magazin auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.