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Der Grund für unsere Stärke liegt in unserer Konzeption

Zwar knallten in der Geschäftsstelle im niedersächsischen Nienburg keine Sektkorken, aber ein wenig stolz ist man dort schon: Ende 2024 begrüßte Präsident Dr. Werner Weishaupt das 12000. Mitglied, Frau Bahar Kabaktepe, in den Reihen des VFP e.V. Damit setzt sich dessen Wachstumstrend als größter Berufsverband der Freien Psychotherapie in Deutschland fort.

"DER GEDANKE WIR FÜR UNS"

STEHT IM MITTELPUNKT

Der VFP e.V. hat eine weitere Schallmauer durchbrochen: mehr als 12000 Mitglieder im größten Berufs- verband Freier Psycho- therapeuten.

 

DIE ANFÄNGE

Eckhardt W. Martins Idee, eine berufsständische Organisation für freie Psychotherapeuten, Psychologen und Psychologische Berater ins Leben zu rufen, wurde seinerzeit (1990) durchaus belächelt. Mit wenigen Dutzend oder später auch einigen Hundert Mitgliedern wurde er erst einmal nicht ernst genommen. Eckhardt W. Martin und Heinz Rosmanneck, die beiden Gründerpersönlichkeiten, waren hingegen überzeugt: Die Arbeit mit und für die Psyche des Menschen ist so spezialisiert, dass Freie Psychotherapeuten und Psychologische Berater einen eigenen Berufsverband brauchen – nicht nur als starke Vertretung nach außen, sondern auch, um in eigenem Interesse fundierte Aus- und Weiterbildungen, spezialisierte Rechtsberatung sowie Hilfe etwa bei steuerlichen und Versicherungsfragen zu erhalten. ZULAUF DURCH DEN HEILPRAKTIKER FÜR PSYCHOTHERAPIE


Starken Auftrieb bekam der VFP, als 1993 durch das Bundesverwaltungsgericht der „Heilpraktiker für Psychotherapie“ ermöglicht wurde und die Bundesländer nach und nach eine auf Psychotherapie eingeschränkte amtliche Überprüfungsmöglichkeit einrichteten. Inzwischen sind bundesweit mehr als 16000 Berufskolleginnen und -kollegen für die psychotherapeutische Versorgung der Bevölkerung tätig und führen im Schnitt 3 bis 4 Sitzungen täglich durch. Dabei spielt eine Rolle, dass etliche Kollegen sich noch im Praxisaufbau befinden; das Potenzial in Vollzeit-Praxen liegt natürlich höher.

ANSPRECHPARTNER IN ALLEN BELANGEN

Längst ist klar: Der VFP ist eine Größe; nicht nur für seine Mitglieder, sondern auch als Gesprächs- und Diskussionspartner für Medien und Politik. „Natürlich stehen aber die Belange unserer Mitglieder ganz klar

im Vordergrund“, sagt Dr. Werner Weishaupt, seit 2003 Präsident des VFP.

Was genau macht den VFP für Freie Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologische Berater so attraktiv? „Ich denke, der Erfolg liegt in der ursprünglichen Idee und dass wir diesem Grundgedanken bis heute folgen“, davon ist Dr. Weishaupt überzeugt. „Alle, die im VFP tätig sind, sind entweder selbst Fachheilpraktiker bzw. Psychologische Berater oder sie sind über die jahrelange Arbeit mit und für die Mitglieder gut mit der Thematik vertraut“, erläutert der Präsident. Von Anfang an habe der Gedanke des „Wir für uns“ im Mittelpunkt gestanden. „Jemand, der unsere Arbeitsinhalte, unsere Fragen und Sorgen aus eigener Erfahrung kennt, kann unserer Ansicht nach unsere Interessen besser vertreten als externe Profis, denen es letztlich egal ist, ob sie einen Automobilkonzern, eine Gewerkschaft oder eine Krankenkasse leiten.“, so Dr. Weishaupt. „Dieser Grundsatz hat sich bis heute bewährt.“

METHODEN- UND MITGLIEDERVIELFALT GERECHT WERDEN

In der praktischen Arbeit muss der VFP die selbst gesteckten Ziele und die hohen Erwartungen seiner Mitglieder erfüllen. So gibt es wohl kaum einen anderen Beruf, dessen Mitglieder so heterogen sind wie die Heilpraktiker für Psychotherapie; angefangen vom beruflichen Werdegang bis zur spezifischen Ausrichtung der Praxen. Dazu führt Dr. Weishaupt aus: „Es gilt also einerseits, Qualitätsstandards und -ansprüche sicherzustellen, den Patientenschutz zu gewährleisten und zu fördern – andererseits sollen und dürfen die Mitglieder aber nicht in Schablonen gepresst und vereinheitlicht werden: Die Vielfalt, v.a. bezogen auf unsere Therapiemethoden, zeichnet unsere Berufsgruppe aus und ist entscheidend für unseren Erfolg. Diese Vielfalt einerseits zu sichern und gleichzeitig den Vorgaben des Gesetzgebers zu entsprechen, ist und bleibt eine Hauptaufgabe für unseren Verband.“

POSITIONIERUNG IM ÖFFENTLICHEN DISKURS

Hinzu kommen die wiederkehrenden Angriffe bestimmter Interessengruppen auf Heilpraktiker allgemein und die Heilpraktiker für Psychotherapie. Vor diesem Hintergrund steht der VFP in ständigem Austausch mit der Politik. „Natürlich ärgert man sich als Heilpraktiker für Psychotherapie über

allzu offensichtlich interessengelenkte Angriffe auf unseren Berufsstand. Andererseits muss man aber auch die Politik verstehen, für deren – in der Regel ja fachfremde – Vertreter es erst einmal schwierig ist, sich ein zutreffendes Bild von unserer Arbeit zu machen“, differenziert Dr. Weishaupt. Zumal Kritiker immer wieder auf fehlende wissenschaftliche Belege der angewandten komplementärmedizinischen Techniken verweisen. Das scheint auf den ersten Blick ein starkes Argument zu sein. Doch der Präsident des VFP warnt davor, es sich zu einfach zu machen: „Dass die Wirksamkeit einer Methode wissenschaftlich nicht belegt ist, heißt nicht, dass sie Betroffenen nicht helfen kann.“ Aus jahrzehntelanger Praxiserfahrung weiß Dr. Weishaupt: „Die menschliche Psyche ist so komplex, dass es schwierig bis unmöglich ist, für jeden Therapieansatz quasi unter Laborbedingungen einen Wirksamkeitsbeleg zu erbringen.“ Der sei auch, ist der Präsident überzeugt, gar nicht erforderlich. „Entscheidend ist doch, dass wir den Menschen helfen. Und in der Regel gelingt uns das, sonst würden die Patientinnen und Patienten uns ja nicht konsultieren. Immerhin muss unsere Leistung direkt bezahlt werden.“

STETS AM PULS DER ZEIT

Debatten über das Für und Wider der Heilpraktiker für Psychotherapie sind das eine – die Beratung und Unterstützung der Verbandsmitglieder das andere. Werner Weishaupt dazu: „Auch da orientieren wir uns an den Interessen und dem Bedarf der Mitglieder. Breiten Raum nimmt natürlich die Rechtsberatung ein, aber es geht auch um Hilfe beim Praxisstart, Steuerfragen oder Marketing.“ Hinzu kommt, dass der VFP fachlich am Puls der Zeit bleibt, Symposien organisiert, fortlaufend relevante Studien und Berichte in Fachzeitschriften sichtet und auswertet. Die Quintessenz geht über die Zeitschrift „Freie Psychotherapie“ oder mittels Newsletter direkt an die Mitglieder. „Auf diese Weise bleiben die Kolleginnen und Kollegen nicht nur auf dem aktuellen fachlichen Diskussionsstand. In vielen Fällen bieten diese prägnanten Texte auch Anregungen für Fortund Weiterbildungen und tragen außerdem dazu bei, dass unsere Mitglieder auf beruflicher Ebene immer gut informiert sind“, bekräftigt Dr. Weishaupt.

WEITBLICK IN DIE ZUKUNFT


Einerseits ist die Unterstützung durch den Verband so individuell wie nur möglich; andererseits nutzt der VFP seine Expertise, Netzwerke und Fachleute, um für den Berufsstand als Ganzes zu werben sowie Politik, Bürger und Medien zu informieren. Dazu zählt auch der neue und gerne gehörte Podcast der Reihe „PSYCHO logisch!“ zu verschiedensten Themen. „Wir machen keine Nabelschau und drehen uns nur um uns selbst. Es geht immer um die Belange der Mitglieder sowie Information und Meinungsbildung der Öffentlichkeit“, betont Dr. Weishaupt. Daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern, im Gegenteil. „Ob als Berufsstarter oder ‚alter Hase‘ – ich persönlich bin überzeugt, dass der VFP der passende Berufsverband für alle Freien Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologische Berater ist. Dass wir inzwischen 12000 Mitglieder zählen, zeigt nicht nur, dass wir wohl auf dem richtigen Weg sind. Diese Mitgliederzahl macht uns auch zu einem wichtigen Partner im gesundheitspolitischen Dialog“, führt der Präsident weiter aus. „Andererseits belegt aber der Blick auf die Situation des deutschen Gesundheitswesens insgesamt, auf die schlechte psychotherapeutische Versorgung und den gleichzeitig stetig wachsenden Bedarf an therapeutischer Unterstützung, dass wir in unserer Arbeit nicht nachlassen dürfen. Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen, den Berufsstand gesichert zu haben.“

Es geht immer um die Belange der Mitglieder sowie Infor- mation und Meinungs- bildung der Öffentlichkeit.

Jens Heckmann Fachmann für Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation
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