Vorurteile gegen Fremde – Initiativen für Flüchtlinge
Der Bundesvorsitzende des Verbandes Psychologischer Psychotherapeuten im BDP, Marcus Rautenberg, erklärt auf www.bento.de (einem Portal des Spiegel-Verlags), wie wir den Vorurteilen und Ängsten unserer Freunde und Bekannten am besten begegnen können.
„Was kann ich tun, wenn WhatsApp-Freunde fremdenfeindlichen Mist schreiben? Antwort auf diese Frage suchte die Journalistin Birte Kohring in ihrem Beitrag auf dem Spiegel-Portal „Bento“, das sich speziell an junge Erwachsene richtet. Sie selbst habe mit einem Bekannten hitzige Diskussionen geführt – doch scheinbar ohne Erfolg. Nun suchte sie sich professionellen Rat bei Marcus Rautenberg, dem Bundesvorsitzenden des VPP im BDP. Im Bento-Artikel erläutert er, wie wichtig es sei, den anderen und dessen Position von Anfang an ernst zu nehmen – auch und gerade dann, wenn man diese verändern wolle. Dies beinhalte auch, überhaupt auf derartige Äußerungen zu reagieren: Schweigen helfe nicht und verändere nichts. „Wenn sich niemand mit den Leuten auseinandersetzt, die so denken, dann werden es diejenigen tun, die radikaler sind“, stellt Rautenberg im Bento-Beitrag klar
Dafür, wie eine Initiative von unten aussehen kann, gibt unser Mitglied Sylvia Stutzmann aus Bochum ein Beispiel: „Ich arbeite als Honorarkraft bereits seit 4 Jahren in einer Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund speziell in der psychosozialen Beratung bei Häuslicher Gewalt. Nun ist das Angebot erweitert worden um eine Krisenintervention für weibliche Flüchtlinge. Ich halte außerdem Informationsveranstaltungen für Ehrenamtliche und Mitarbeiter in Flüchtlingseinrichtungen, um Ihnen ein besseres Verständnis über die Auswirkungen von traumatischen Situationen auf das Verhalten von Menschen nahezubringen und biete Fallsupervision an. - Kultursensible Psychotherapie ist in diesem Zusammenhang wichtig, auch Erfahrung damit, einen Dolmetscher in den Gesprächsprozess einzubeziehen.“ – Vielen Dank! Schicken auch Sie uns Ihre Erfahrungsberichte und Vorschläge! Wir haben – wie angekündigt als Berufsverband alle 16 Sozialministerien der Bundesländer angeschrieben und unsere kompetente Unterstützung für Flüchtlinge angeboten, die psycho- und traumatherapeutische Behandlung brauchen. Die Not ist groß, wie wir alle wissen. – Wir sind gespannt auf die Antworten aus den zuständigen Behörden.
Quelle: www.bento.de