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Was tun, wenn PatientInnen flirten? ♥

Was tun, wenn PatientInnen flirten?Intime Beziehungen zwischen Arzt und Patienten sind ein besonders heikles Thema. In Medienberichten stehen meistens Ärzte bei Grenzüberschreitungen im Fokus. Doch auch sie selbst können Opfer amouröser Attacken ihrer Patienten werden. Wie man in solchen Situationen reagiert und was nach dem aktuellen Recht erlaubt ist, erfahren Sie im folgenden Beitrag von Sebastian Krahnert, Arzt und Anwalt für Medizinrecht. Redaktionelle Umsetzung: Marina Urbanietz, coliquio-Redaktion. Fall aus den USA:

Patientin zeigt ihren Dermatologen an
Eine junge Patientin bittet ihren Dermatologen um ein privates Treffen, unter dem Vorwand, ihn für ein Hochschulprojekt über seine beruflichen Erfahrungen zu befragen. Bei der Verabschiedung wird aus einem Händeschütteln eine Umarmung. Doch der Arzt wehrt die Patientin ab und erklärt, dass eine sexuelle Beziehung zwischen Arzt und Patientin nicht möglich sei.

Daraufhin sucht sich die Patientin einen anderen Arzt, um mit dem Dermatologen eine Beziehung eingehen zu können. Doch diese währt nicht lange, woraufhin die Frau ihn schließlich aus Rache anzeigt. Der Arzt wehrt sich und erklärt, dass zum Zeitpunkt des beruflichen Verhältnisses noch keine sexuelle Beziehung bestand. Trotzdem wurde er mit der Begründung abgemahnt, er dürfe keine sexuellen Vorteile von einem Patienten annehmen, auch wenn er selbst dabei nicht aktiv werde. Von diesem Fall, der vor ein kalifornisches Gericht kam, berichtete Medscape in einer der letzten Ausgaben. Aber wie ist die juristische Lage in Deutschland? Prinzipiell könne jede sexuelle Beziehung zwischen Arzt und Patient bei einer entsprechenden Auslegung strafrechtlich verfolgt werden, erklärt Sebastian Krahnert.


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Originalquellen: Verführungsversuchen widerstehen: Was tun, wenn Patienten mehr wollen als medizinische Hilfe? Medscape. 22. Nov 2016.
Flirtende Patienten: „Man sollte das Behandlungsverhältnis unbedingt beenden“.Medscape. 22. Nov 2016.

 

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